Paul Wunderlich Haus, Eberswalde

Das Gebäudeensemble aus vier kompakten, drei- bis viergeschossigen Blöcken, die um einen gemeinsamen Innenhof gruppiert sind, schließt maßstäblich und behutsam die städtebauliche Lücke, die der Krieg inmitten der historischen Altstadt von Eberswalde gerissen hat. Es beherbergt neben der Kreisverwaltung und dem Sitz des Landrates auch Handel, Dienstleistungseinrichtungen sowie ein kleines Museum mit Werken von Paul Wunderlich, dem Namensgeber des Projekts.

Bauherr

Sprinkenhof AG, Hamburg

Fertigstellungs- und Zertifizierungsjahr

2007 / 2009

Bruttogrundfläche

22.218 m² (DGNB)

Ort

Eberswalde

Angewendete Software für die LCC and LCA Berechnungen

LEGEP

Leuphana Universität, Lüneburg

Das Ziel, hohe gestalterische Qualität und Energieeffizienz bei geringen Kosten zu erreichen, wurde vorrangig durch optimale Abstimmung von Gebäudeform und -dämmung, intelligente Tageslichtnutzung und Speichermassen innerhalb des Gebäudes realisiert. Die gründungstechnisch notwendigen Bohrpfähle sind mit Absorberregistern belegt und werden durch eine Wärmepumpe gleichzeitig zur Beheizung im Winter und Kühlung im Sommer genutzt. Die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Daneben kamen auch innovative Technologien, wie Vakuumdämmung (VIP) und Latentwärmespeicher (PCM) zum Einsatz.

An der Planung waren schon zu einem frühen Zeitpunkt alle für die Energieeffizienz benötigten Fachplaner beteiligt. Für ein optimales Gebäudekonzept wurden Simulationen durchgeführt, die über den üblichen Planungsaufwand hinaus gehen. Als EnOB-Projekt wurde im Paul-Wunderlich-Haus ein umfangreiches Monitoring durchgeführt, das von der BTU Cottbus begleitet wurde.

Paul Wunderlich Haus, Eberswalde

DGNB Zertifikat in Gold

Objektbewertung: 89,5 %

  • Ökologische Qualität: 91,2 %
  • Ökonomische Qualität: 100,0 %
  • Soziokulturelle Funktionale Qualität: 87,4 %
  • Technische Qualität: 84,6 %
  • Prozessqualität: 77,9 %

Standortbewertung: 78,6 %

Textquelle: Broschüre Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen – Büro und Verwaltung, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Berlin, August 2011

Bilderquelle: Präsentation GAP, Berlin 2011