Gebhard-Müller-Schule, Biberach

Gebhard-Müller-Schule, Biberach/Riss

Die Gebhard-Müller-Schule ist eine kaufmännische Schule im Kreis-Berufsschulzentrum Biberach. Das
dreigeschossige Gebäude besteht aus einem Riegel entlang der Erschließungsstraße sowie zwei daran
anschließenden kubischen Baukörpern. Im Zentrum des größeren Kubus liegt ein mit Glas überdachtes Atrium.
Die drei Baukörper sind über eine zentrale Erschließungshalle im Riegel miteinander verbunden.

Das Gebäude ist ein Stahlbetonbau. Der Längsriegel an der Straße ist als geschlossener Baukörper mit einer
Lochfassade konzipiert, während die beiden Kuben als Skelettbauten mit vorgehängten Pfosten-Riegel-Fassaden
ausgeführt sind. Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich eine Tiefgarage. Die Decke über der Tiefgarage
ist unterseitig mit 18 cm Mineralwolle gedämmt.

Bauherr

Landkreis Biberach

Fertigstellungsjahr

2004

Bruttogrundfläche

11.650 m² (ohne TG)

Ort

Biberach

Software für die LCC and LCA Berechnungen

LEGEP

Wegen der Betonkerntemperierung wird bei den Decken ein optimaler Wärmedurchgang gewünscht. Aus diesem Grund bleiben sie weitgehend unverkleidet, die Deckenstärke von 35 cm ermöglicht zusätzlich einen Verzicht auf Trittschalldämmung und Estrich.

Als Bodenbeläge werden Werkstein, Kautschuk und Nadelfilz verwendet. Die Raumtemperierung erfolgt im Heiz- und im Kühlfall durch thermische Aktivierung der Stahlbetondecken (Betonkerntemperierung).

Als Wärme- und Kältequelle dient Grundwasser, für dessen Nutzung am Standort aufgrund hoher Grundwasserströme sehr gute Voraussetzungen vorliegen. Die Grundlast der Wärmeversorgung wird über eine an das Grundwasser gekoppelte Wärmepumpenanlage realisiert; für die Spitzenlastdeckung steht ein Holzpelletkessel bereit. Zur Kälteversorgung dienen direkt mit dem Grundwasser gespeiste Wärmetauscher.

Durch die gegebene Belegungsdichte von Klassenräumen ergeben sich verhältnismäßig hohe Luftwechselraten, selbst wenn nur die hygienisch erforderliche Mindest-Luftmenge zugeführt wird.

Das Gebäude wurde mit der LEGEP Software vollständig erfasst, der Wärmebedarf nach DIN 18599 für Nichtwohnungsbau berechnet und die Umweltqualität mittels einer umfassenden LCA dargestellt.

Textquelle: LEGEP Aktuell 2008

Bildquelle: Elwert und Stottele, Ravensburg