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Welche Herkunft haben die sirAdos-Baupreise für die Ausschreibungspositionen?

Die sirAdos-Baupreise für die Ausschreibungspositionen, welche die Grundlage für die Elementpreise darstellen, werden durch WEKA MEDIA GmbH & Co.KG unter dem Markenzeichen sirAdos alljährlich komplett überarbeitet und der Baukostenentwicklung angepasst.
Architekturbüros stellen dafür bundesweit die Ausschreibungsunterlagen und Preisspiegel geplanter Bauprojekte zur Verfügung. Diese werden von den Fachautoren ausgewertet und den sirAdos-Leistungspositionen zugeordnet.
Als Summierung der Einträge mit statistischen Auswertungswerkzeugen und unter Berücksichtigung der Aktualität, werden dann die aktuellen Baupreise zum jeweiligen Veröffentlichungszeitpunkt festgelegt. Darüber hinaus werden die Leistungsbereiche jährlich bzgl. Änderungen der Regelwerkssetzungen überprüft und fortgeschrieben. Damit ist gewährleistet, dass die Ausschreibungen und Preise immer den neuesten Vorschriften und der aktuellen ökonomischen Situation entsprechen.
Eine Preisanpassung über Index wird nicht durchgeführt, da die Baupreise durch die kontinuierliche Bearbeitung stets aktuell sind und auch die unterschiedlichen Preisentwicklungen innerhalb der Gewerke präziser abbilden. Die Baupreise werden zur Plausibilitätskontrolle einer Kostenkalkulation unterzogen. Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Zeitaufwand
  • Mittlerer Stundenlohnverrechnungssatz
  • Maschinenaufwand
  • Maschinenverrechnungssatz
  • Materialeinsatz.

Woher kommt die Spreizung „Von-mittel-bis“-Preis für Leistungsbeschreibung/Positionen?

Die Spreizung in von – mittel – bis – Baupreise berücksichtigt bei der Preisberechnung regionale Besonderheiten (Verdichtungsraum – ländlicher Raum), Gebäudetyp und –größe (Einfamilienhaus – mehrgeschossiger Wohnungsbau, bzw. Wohnen – Verwaltung), Bauzeit oder Ausführungsstandards. Der Planer muss entsprechend seines Objekts und auf der Basis von Referenzpreisen das zutreffende Preisniveau auswählen. Dazu hilft ihm zusätzlich eine Programmfunktion: „Preisfaktoren“, die es ihm erlaubt eine projektbezogene prozentuale Anpassung der Preisdatenbank aufgrund mehrerer Einflussfaktoren durchzuführen.

Welche Herkunft haben die sirAdos-Baupreise für die Elemente?

Die dritte Ebene der DIN 276  ist die erste Aggregationsstufe der Bauelemente. Die notwendigen Teilleistungen werden durch die Leistungsbeschreibungen mit Baupreisen bereitgestellt und über einen Anteilsfaktor zur Abrechungseinheit des Elementes summiert. Hier wird die Ausführung, z.B. des Innenputzes nach Materialart, Materialmenge und Maschineneinsatz exakt beschrieben.

Die funktionelle Einheit bei den Bauelementen in der Baukonstruktion ist meistens 1 m² Fläche. Ausnahmen sind beispielsweise ein Geländer, das auch mit der Einheit laufender Meter erfasst werden kann. Bei den technischen Anlagen wird meist 1 Stück verwendet.

Entscheidend für die Qualität der Bauelemente ist die Erfassung der Nebenarbeiten und Hilfsmaterialien, die bei jedem Bauteil benötigt werden. Bei den Kosten ist der Einfluss der Nebenleistungen bedeutend und kann 40 – 50 % der Hauptleistung betragen.

 

Kalkulationsbeispiele

 

Bauteil

Hauptleistung

Nebenleistung

1 m²

€/m²

€/m²

Wärmedämmverbundsystem

60

40

Außenputz

24

12

Blechverkleidung

101

46

Tabelle: Kalkulationsbeispiele Haupt- und Nebenleistung

 

Die Festlegung des Anteils der Nebenarbeiten bezogen auf die funktionelle Einheit beruht auf statistischen Annahmen. So wird z.B. Anteil der Sockelleiste an einem m² Fußboden mit Fläche-Umfangfaktor 0,8 angesetzt und ausgewiesen. Bei gravierenden Abweichungen kann der Anwender durch eigene Einträge eingreifen.

Woher kommt die Spreizung „Von-mittel-bis“-Preis für die Elemente?

Die Spreizung in von – mittel – bis – Preise generiert sich aus den Basisdaten der Leistungspositionen mit seinen Baupreisen zu den Elementen. Der Planer kann diese Preisvorgaben projektspezifisch durch globale Preisfaktoren oder auch durch individuelle Preisänderung in den Leistungspositionen, i.d.R. den Leitpositionen, abändern.

Woher kommen die bauphysikalischen Baustoffwerte?

Die Baustoffe werden in der Baustoffdatenbank geführt. Die bauphysikalischen Baustoffwerte werden entweder den gültigen Normen entnommen (DIN 4108) oder der zugänglichen bauphysikalischen Basisliteratur (Wendehorst Baustoffkunde, Scholz: Baustoffkunde, Gösele/Schüle: Schall Wärme Feuchte, Eichler/Arndt Bauphysikalische Entwurfslehre)

Herstellerbezogene Produkte werden separat aufgeführt. Diese Zahlenwerte beruhen auf den Angaben der Hersteller. Dafür wird keine Gewähr übernommen.

Die Daten sind unter „Baustoffe“ abgelegt.

Welche Herkunft haben die bauphysikalischen Rechenwerten in den sirAdos-Positionen?

Die sirAdos-Positionen z. Zt. über 25.000 sind in den meisten Fällen mit den notwendigen bauphysikalischen Rechenwerten ausgestattet und können für die Berechnung des U-Wertes von Elementen eingesetzt werden. D.h. die Positionen sind mit Baustoffen verknüpft und verfügen über spezifische Angaben zu Dicke und Schichtenfolge und Flächenanteile.

Die technischen Anlagen sind entsprechend der Rechenregeln der EnEV mit den notwendigen Leistungskenndaten verknüpft. Dies bedeutet, dass ein Heizkessel eine Information über seine Leistungskonfiguration aufweist.

Welche Herkunft haben die bauphysikalischen Rechenwerten in den sirAdos- Elemente?

Die sirAdos-Elemente z. Zt. über 3000 Grobelemente (Bauteile) und über 5000 Feinelemente (Schichten) sind über die Positionen vollständig mit den notwendigen bauphysikalischen Rechenwerten ausgestattet und enthalten weitere Festlegungen bezüglich der zu berücksichtigenden Schichtenfolge und Flächenanteile. Sie erzeugen ohne weitere Bearbeitung den spezifischen U-Wert und können für die Berechnung des Energiebedarfs des Gebäudes eingesetzt werden.

Die technischen Anlagen kombinieren ihre Leistungsdaten und können ohne weitere Bearbeitung entsprechend der Rechenregeln der EnEV für die Berechnung des Energiebedarfs nach EnEV eingesetzt werden.

Welche Herkunft haben die Bedarfswerte für Heizung, Warmwasser, Strom und Brauchwasser für Wohnungsbauten?

Der Bedarf an elektrischem Strom für die technischen Anlagen (Pumpen) wird ebenso wie der Warmwasserbedarf durch die EnEV festgelegt.

Bei Angabe der Haushaltsgrößen im Wohnungsbau wird der zusätzliche Bedarf der verschiedenen Medien (Brauchwasser, elektrischer Strom Beleuchtung) verschiedenen Literaturquellen entnommen wurden (IÖR Texte 103,VDI 3807, LEE des IWU, Pistohl, Handbuch der Gebäudetechnik, SIA 380/4). Die Berechnung beruht auf diesen statistisch begründeten  Angaben.

Welche Herkunft haben die Bedarfswerte für Heizung, Warmwasser, Strom und Brauchwasser für Nichtwohnungsbauten?

Der Bedarf an elektrischem Strom und Warmwasser wird im NWB nach Auswahl der Bauwerksnutzung automatisch festgelegt. Der Kaltwasserbedarf wird nach statistischen Annahmen für die unterschiedlichen Nutzungen festgelegt, die verschiedenen Literaturquellen entnommen wurden (IÖR Texte 103,VDI 3807, LEE des IWU, Pistohl, Handbuch der Gebäudetechnik, SIA 380/4). Die Zuordnung der statistischen Angaben erfolgt durch die Auswahl der Bauwerksnutzung (Wohnung, Büro usw.).

Welche Herkunft haben die Medienpreise?

Die Preise für die eingesetzten Medien werden durch Marktrecherchen jährlich neu festgelegt. Dazu werden die Dokumentationen des BMVBS/BMWi, aber auch von Verbänden berücksichtigt. Die Preise werden bei den Betriebselementen nach Heizung, Warmwasser, Hilfsstrom, Maschinenstrom, Beleuchtungsstrom, Brauchwasser, Trinkwasser, und Regenwasser getrennt verwaltet. Regionale Besonderheiten und unterschiedliche Bedarfsmengen werden durch eine Preisspreizung in von – mittel – bis berücksichtigt.

Für die Zertifizierung werden die Medienkosten, wie in den jeweiligen Steckbriefen veröffentlicht, verwendet.

Welche Herkunft haben die Daten über regenerative Medien?

Durch die Auswahl von umweltbezogenen aktiven technischen Anlagenkomponenten, z.B. Solarkollektor, Regenwassersammelanlage usw. kann der Anwender den Energiebedarf entscheidend beeinflussen. Werden die Elemente in einem Projekt  eingesetzt, werden sie in ihrer besonderen Funktion vom Programm erkannt und die regenerative Energie ersetzt die ansonsten eingesetzten Energieträger. Dies wird in entsprechender Weise bei der Berechnung der Medienkosten im Programmmodul „Wärme und Energie“, „Lebenszykluskosten“ und bei der Umweltbelastung durch das Programmmodul „Ökologie“ berücksichtigt.

Voraussetzung für den Einsatz von Solarkollektoren und Photovoltaik sind Angaben im Stammdatenblatt „Wärme“ zu der verfügbaren Fläche auf dem Dach. Die Flächengrößen für die solaraktiven Komponenten werden den Angaben im Element automatisch entnommen.

Für die Regenwassernutzung muss die Größe der verfügbaren Sammelfläche angegeben werden. Einfluss hat auch die Regenmenge der Klimaregion.

Für die Wärmepumpen sind auch die Brunnen als Elemente vorzusehen.

Welche Herkunft haben die Leistungspreise für die Lebenzykluskostenberechnung?

Die Leistungspreise für Serviceleistungen in der Nutzungsphase des Gebäudes im Bereich Reinigung und Wartung werden in Zusammenarbeit mit spezialisierten Unternehmen ermittelt (Reinigungsfirmen, Wartungsfirmen für technische Anlagen). Die ermittelten Preise werden den Ausschreibungspositionen zugrunde gelegt. Zusätzlich werden Plausibilitätsprüfungen anhand von projektbezogenen Vergleichen durch bürointerne Controllingaufträge durchgeführt.

Die Instandsetzungspreise ergeben sich aus den aktuellen Herstellungspreisen zuzüglich der besonderen Aufwandskosten.

Rückbaukosten fallen bei den meisten Instandsetzungsarbeiten an. Sie werden durch Leistungsbeschreibungen für den selektiven Rückbau erfasst.

Die Daten sind unter „Stammdaten Folgepositionen“ abgelegt.

Welche Herkunft hat der Zyklus von Reinigung- Wartungs-, Instandsetzungs- und Rückbauelementen?

Der Reinigungszyklus unterliegt großer Variabilität hinsichtlich Ausführungselement, Nutzungsart und Hygienestandard. Aus diesem Grunde werden je nach Element  mehrere Reinigungs-Szenarien angegeben. Bei mehreren Szenarien (z.B. im Fußbodenbereich) ist eine Standardvariante aktiviert. Alternative Szenarien können projektspezifisch bei Bedarf durch Aktivierung oder Deaktivierung eines Folgeelementes modelliert werden.

Die Wahl der Bauwerksnutzung (s. Projekt/Beschreibung/Projekttyp und Aufgaben) hat einen Einfluss auf das aktive Szenario (z.B. Wohnen – normale Verschmutzung, Kindergarten – starke Verschmutzung) und damit auf die aktive Reinigungshäufigkeit.

Die Wartungszyklen entsprechen entweder den Empfehlungen der Hersteller oder berücksichtigen gesetzliche Vorgaben aufgrund von Verordnungen (z.B. Heizungswartung, Aufzugswartung). Sie berücksichtigen teilweise auch die Empfehlungen der AMEV.

Die Instandsetzungszyklen beziehen sich bei Baukonstruktionen weitgehend auf die Angaben im „Leitfaden für nachhaltiges Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Wohnen, veröffentlicht 2001. Die Angaben des Leitfadens wurden für einige Bauteile erweitert, wenn dies durch entsprechende Ausführungsvarianten notwendig wurde. Außerdem wurde der Zyklus in besonders begründeten Fällen geändert. Seit 2011 wurde durch das BMVBS ein neue Tabelle zur Dauerhaftigkeit von Bauteilen veröffentlicht (www.nachhaltigesbauen.de). Dieser muss in der Zertifizierung von Gebäuden angewendet werden.

Die Instandsetzungszyklen für die technischen Anlagen beziehen sich auf die VDI 2067.

Welche Herkunft haben die Preise der Rückbaupositionen?

Die Preise der Rückbaupositionen werden wie die Herstellungspreise erhoben, ergänzt durch Rücksprache mit Handwerkern bzw. spezialisierten Unternehmen.

Die Entsorgungspreise differieren in Deutschland erheblich, da die Regelung der Entsorgung auf Ebene der Landkreise durchgeführt wird und die Situation regional unterschiedlich ist. Die Angaben beruhen auf regionalen Recherchen, kann aber nur sehr eingeschränkt auf die individuelle Situation angewendet werden und sind projektspezifisch zu überprüfen. Das Kalkulationsergebnis sollte als Orientierungswert angesehen werden.

Welche Herkunft haben die Rückbauzyklen?

Die Rückbauzyklen orientieren sich an den Instandsetzungszyklen (behutsamer Rückbau) und an dem Betrachtungszeitraum des Gebäudes (vollständiger Rückbau). Die selektiven Rückbauelemente für die Instandsetzungsphase werden automatisch aktiviert.

In Zukunft bei einer weiteren Überarbeitung von LEGEP 2013 vorgesehen:

Der vollständige Abbruch des Gebäudes kann nach unterschiedlichen Szenarien ablaufen. Diese Szenarien können unter „Lebenszykluskosten – Beschreibung – Rückbau und Entsorgung“ festgelegt werden. Die Kosten für den vollständigen Abbruch werden mittels spezifischer Abbruchelemente nach der Kubatur und Ausführungsart des Gebäudes kalkuliert.

Die Entsorgung der Baustoffrestmassen erfolgt nach der EAK des Baustoffs unter Beachtung des festgelegten Szenarios. Die Entsorgungskosten der jeweiligen Entsorgungsart werden als Defaultwerte festgelegt und werden unter „Lebenszykluskosten – Beschreibung – Rückbau und Entsorgung“ angezeigt.

Entsorgung in der Ökobilanz

Die Umweltbelastungen sind mit den Entsorgungswegen verknüpft und werden im Programmmodul entsprechend berücksichtigt und berechnet.

Da die Berechnung der Entsorgung der Baustoffe bis auf die Baustoffzusammensetzung in der Leistungsposition zurückgreifen muss und dieser Rechercheaufwand zeitintensiv ist, wird dieser Bearbeitungsschritt im Programmmodul „Lebenszykluskosten“ und „Ökobilanz“ nur auf Bedarf gestartet.

Lebenszykluskosten: Fenster „Gebäudeelemente“ rechte Maustaste, Untermenü Programmpunkt „Lebenszyklusphasen“ Untermenü „Entsorgung“ aktivieren. Nach einer Bearbeitungszeit wird die Kostenspalte Entsorgung mit Daten gefüllt.

Ökobilanz: Taskleiste Phasenknopf „Ent“ aktivieren. Nach einer Bearbeitungszeit werden die entsprechenden Ergebnisse dem jeweiligen Indikator hinzugefügt.

Welche Herkunft hat die Datenbasis für die ökologische Beurteilung von Elementen und Bauwerken in LEGEP?

Innerhalb der LEGEP-Software werden für die Ökobilanzierung verschiedene Basisdaten angeboten:

Die Auswahl erfolgt projektbezogen unter „Ökobilanz – Beschreibung – Basisdaten“.